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LuW 01-2015

Die Leuchten der Serie „Forbidden Fruits“ werden von Hand getöpfert und anschließend mit bunten Farben bemalt. Die kleinen Punkte verleihen ihnen ein exotisches, fast giftiges Aussehen. Glimpt Design Porträt Gemeinsam voneinander lernen und profitieren: Die schwedischen Designer Tor Palm und Mattias Rask arbeiteten in Afrika mit der Keramikwerkstatt Potters Workshop zusammen. Fotos: Glimpt Design Was passiert, wenn sich zwei junge Designer aus Schweden mit der traditionellen Handwerkskunst aus Ländern wie Afrika, Vietnam und Peru auseinandersetzen und diese in ihre eigenen Entwürfe einfließen lassen... D em schwedischen Design-Duo Tor Palm und Mattias Rask war schnell klar, dass sie nicht dazu geboren sind, hinter einem Schreibtisch zu sitzen und sich mit der für ihre Empfindungen staubtrockenen Welt theoretischer Designstudien zu beschäftigen. So bereisten sie schon Afrika, Vietnam und Peru, um dort gemeinsam mit den ansässigen Künstlern und Handwerkern extravagante Designprojekte umzusetzen. Die Arbeitsweise von Glimpt Design zeigt, wie soziale Verantwortung und Fair Trade aussehen können. Das, was die beiden Schweden hier vorleben sucht seinesgleichen und verdient Respekt und Anerkennung. Sie haben schon mehrere wirtschaftlich schwache Länder bereist und dort das landestypische Design und die damit einhergehende Handwerkskunst studiert. Allerdings nicht, um die Betroffenen gewinnbringend auszunutzen, sondern um mit ihnen gemeinsam etwas zu schaffen, von dem beide Seiten in gleichem Maße profitieren. Glimpt Design entwirft Leuchten und Mobiliar, deren Formen und Farben beim ersten Anblick vielleicht befremdlich wirken, die aber einen ungeheuren Charme ausstrahlen. Erstes Projekt in Südafrika Die erste Reise führte die beiden schwedischen Designer nach Südafrika. Vor ihrer Abreise beschäftigten sie sich ausführlich mit dem Reichtum afrikanischer Handwerkskunst und sie knüpften Kontakt zu einer kleinen Keramikwerkstatt namens Potters Workshop in der Nähe von Kapstadt. Hier entwickelten die Designer gemeinsam mit den afrikanischen Künstlern eine Deckenleuchte, die den interessanten Namen „Forbidden Fruit“ trägt. In akribischer Handarbeit werden www.lwmagazin.de 53


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